
Uznach liegt an der Schnittstelle des Mittellandes mit dem Alpenraum, ist Teil der Linthebene und des voralpinen Hügellandes. Der Siedlungsraum hat sich stark ausgedehnt und ist auch in die Ebene hinausgewachsen. Dies ist nur deshalb möglich, weil zwei regionale Grosswerke permanent dafür besorgt sind, Wasser aus den umliegenden Voralpen und Alpen wegzuschaffen. Das Linthwerk befasst sich mit der Linth und seinen Nebengewässern und sichert den Hochwasserschutz. Die Linthebene-Melioration entwässert die Ebene.
Folgende Themen wurden ausgewählt:
Die Hintergründe, der Umfang und die Folgen der Linthebene-Melioration sind der Öffentlichkeit kaum bekannt. Ziel dieses Ausstellungsteils ist es deshalb, den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der LE-Melioration, die technischen Leistungen und die Folgen aufzuzeigen. Die dazu erforderlichen Informationen stammen aus der Literatur und von der heutigen Verwaltung.
In den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts tobte ein vom Staat intensiv unterstützter Kampf gegen alle fischfressenden Tiere unseres Landes. Dieser Kampf hatte für einzelne Arten fatale Folgen. So wurde der Fischotter in der Linthebene (und nicht nur hier) systematisch ausgerottet. Die Politik, Tiere nach Nutzen und Schaden zu beurteilen und je nach Interessenlage zu fördern oder auszurotten, wird am Beispiel Fischotter aufgezeigt. Dazu gibt es einen lokalen Bezug: eine Mitteilung aus der Schweizerischen Jägerzeitung (1926) befasst sich mit dem Fischotter in der Linthebene und mit einem Fischotterjäger namens Bochsler, wohnhaft gewesen im Schäfli in Uznach.
Die Lachmöwe ist die Charakterart des Riedlandes. Sie ist allen Einheimischen, zumindest dem Namen nach, bekannt. Mit der Darstellung dieser Art soll die Geschichte der Feuchtgebietsbewirtschaftung (Eier-Sammeln, Eisgewinnung, Streuegewinnung) aufgezeigt werden.