Vergangene Ausstellungen

Neue Sonderausstellung "100 Jahre Rickenbahn"

Seit dem 5. September 2010 zeigt das Museum die Sonderausstellung "100 Jahre Rickenbahn 1910 - 2010".

 

Diese Ausstellung ist dem 100-jährigen Jubiläum der Rickenbahn und der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) gewidmet. Sie blendet zurück auf den Beginn des Eisenbahnzeitalters in der Schweiz und im Kanton St. Gallen. Dazu gehören, nebst dem Bau der 1859 eröffneten Eisenbahnlinie Rüti - Rapperswil - Uznach - Sargans bezw. Glarus, auch die Eröffnung der Toggenburgerbahn Ebnat - Wil 1870.

 

Anlässlich der Vernissage vom 5. September 2010.
Ausstellungsmacher Ernst Dörig im Gespräch.

Ausgiebiger widmet sich die Ausstellung der Planung, dem Bau und der Inbetriebnahme der Rickenbahn und der BT und deren Umfeld sowie verschiedenen damit zusammenhängenden Ereignissen. Behandelt wird auch das verherende Rauchgasunglück im Rickentunnel vom 4. Oktober 1926 un die anschliessende Elektrifizierung der Rickenbahn. Schliesslich beschreibt die Ausstellung auch verschiedene in den letzten 100 Jahren auf dem Bahnhof Uznach stattgefundene Ereignisse, die betrieblichen Veränderungen während dieser Zeit und natürlich auch den Umbau des Bahnhofs von 2002 bis 2005. Und noch Verschiedenes mehr erwartet die interessierten Besucherinnen und Besucher der Ausstellung. (mehr)

 

 

100 Jahre Rickenbahn

Ausschnitt aus der Sonderausstellung.

Am 1. Oktober 2010 waren es 100 Jahre her, seit die Rickenbahn und die Bodensee-Toggenburg-Bahn gemeinsam eingeweiht wurden. Die ersten Züge zwischen Romanshorn und Uznach fuhren am 3. Oktober 1910. Wer danach vom Linthgebiet nach St. Gallen fahren wollte, schaffte diese neu in 1.5 Stunden. Vorher benötigte man für die Reise in die Kantonshauptstadt über 6 Stunden. Ab 1859 fuhr man nämlich entweder über das neue Schienennetz der Vereinigten Schweizer Bahnen und der Nordostbahn via Rapperswil - Wallisellen - Winterthur oder über Sargans - Rorschach dorthin. Nach Inbetriebnahme der Toggenburgerbahn im Jahr 1870 bot sich zwar die Möglichkeit, mit der Postkutsche von Uznach nach Wattwil und von dort mit der Bahn via Wil nach St. Gallen zu fahren. Die Fahrzeit war aber nicht wesentlich kürzer, und es bestand keine Chance, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am gleichen Tag wieder nach Hause zu kommen.

 

Die Eröffnung der Rickenbahn und der BT vor 100 Jahren war für alle Gemeinden zwischen Bodensee und Linthgebiet ein Jahrhundert-Ereignis. Es ist somit nahe liegend, dass die Museumskommission die bis auf weiteres laufende Sonderausstellung im Museum Uznach diesem Bahnjubliäum widmet.

Besuch von Alt Regierungsrat Josef Keller anlässlich der Eröffnung vom 5. September 2010

Schuhmacherei Egli

Man kannte beide. Denn sowohl Anton als auch Hildi Egli arbeiteten von früh bis spät zusammen in der Werkstatt. Als Anton Egli im Jahre 1949 das Haus von Spengler Brändli an der Obergasse kaufte und darin eine Schuhmacherwerkstätte eröffnete, waren in Uznach bereits fünf Schuhmacher tätig. Trotzdem mangelte es ihm von allem Anfang an nie an Arbeit. Man kannte Anton Egli bereits als tüchtigen Fachmann von seiner Tätigkeit im Schuhgeschäft Schubiger her.

Anton Egli wuchs in der Neumühle auf. Sein Vater war als Vorarbeiter der Burgerkorporation im Wald tätig. Den Beruf des Schuhmachers erlernte Anton Egli in Herisau, wo er auch seine Frau kennen lernte. Das Ehepaar hatte sieben Kinder. Für Hildi Egli, die viel in der Werkstatt mithelfen musste, bedeutete dies oft eine schier unmenschliche Doppelbelastung.

Anton Egli und seine Frau arbeiteten in einer alten Werkstätte. Die beiden sassen auf niederen Hockern, umgeben von Schuhen und Geräten. Er zog genüsslich am Stumpen, sie zeigte einem widerspenstigen Reissverschluss den Meister, aus dem Radio erklang Musik, gelegentlich übertönt vom Klopfen des Hammers beim Aufkleben einer Schuhsohle. „In der Stadt arbeiten die Schuhmacher unter moderneren Bedingungen“, pflegte Anton zu sagen, „aber mir ist es wohl hier und ich bin zufrieden.“ Diese Zufriedenheit in einfacher, aber gemütlicher Umgebung war es wohl, die viele Uznacher faszinierte und die Schuhmacherei Egli unvergesslich macht.

Die Ausstellung auf der Veranda wurde von Franz Walter gestaltet und zeigt einen Einblick in die damalige Schuhmacherei Egli.

Blick in die Werkstatt. (Bild: zvg)

Der Steinmetz - einer der ältesten Handwerkerberufe

 

Der Beruf des Steinmetzen reicht weit vor die antiken Hochkulturen zurück. Im Mittelalter waren Steinmetze häufig in einer Bauhütte organisiert. Von ihnen kennt man Steinmetzzeichen, persönliche Zeichen, mit denen die Handwerker ihre bearbeiteten Werksteine markierten.

 

Seit dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert war es bei den Steinmetzen üblich, dass ein Geselle nach der Lehrzeit auf die Walz ging. In diesem traditionellen Handwerk hat sich im Verlaufe der Jahrhunderte viel verändert. Die Faszination des Werkstoffes Stein aber ist geblieben. mehr

 

 

Blick in die Veranda mit der Steinmetz-Ausstellung

Sonderaustellung 175 Jahre Schiesswesen Uznach

Toni Zindel, Mitinitiant anlässlich der Eröffnung vom 27. Februar 2008

Ab 27. Februar 2008 konnte während eines ganzen Jahres die Sonderausstellung zum Schiesswesen von Uznach bestaunt werden. Ausgestellt wurden die grössten Schätze aus Gewehr-, Pistolen- oder Armbrustschützenvereinen.

 

Aus Anlass des 175-jährigen Bestehens des Uznacher Schützenvereins - hervorgegangen aus dem älteren Militärschützenverein und dem Infanterieschützenverein - haben die Initianten Toni Zindel, Robert Schäppi, Ueli Bretscher und Ernst Dörig (Mitglied der Museumskommission) eine dem Schiesswesen gewidmete Sonderausstellung gestaltet.

 

Die Initianten haben eine grosse Zahl von Ausstellungsgegenständen aus Privat- und Vereinsbesitz sowie aus Beständen von Armeemuseen zusammengetragen und stellen diese, interessant dokumentiert, im museUm Uznach aus. Nebst Munitionen in den verschiedenen Entwicklungsstadien sind Ehrengaben in Form von Pokalen, Bechern, vollständigen Serien von Kranzabzeichen, Medaillen und Anerkennungskarten, alte Fotos und noch sehr viel anderes zu sehen. Selbstverständlich sind auch die während Jahrhunderten verwendeten Waffen, nämlich Armbruste, Gewehre und Pistolen, ausgestellt.   

 

Der erste Schiessbetrieb in Uznach ist protokollarisch im Jahr 1833 festgehalten. Im selben Jahr wurde auch der erste Uznacher Schützenverein gegründet. Geschossen haben die Gewehrschützen im Verlauf der Jahrhunderte in drei Schützenhäusern und auf mehr als einem Dutzend von Schiessplätzen im Freien. Auch die Pistolenschützen benützten in 100 Jahren verschiedene Schiessplätze, bis sie in einer festen Anlage heimisch wurden. Der Armbrustschützenverein schoss während seines 10-jährigen Bestehens  auf einer festen Anlage. Die von den Uznacher Schützenvereinen benützten Schiessplätze sind in der Ausstellung ebenfalls dokumentiert. 

 

Die Ausstellung im museUm legt ein beredtes Zeugnis von der während Jahrhunderten in Uznach gepflegten Schiesskunst ab. Wer sich diesem Thema noch  intensiver widmen will, kann sich anhand von schriftlichen Aufzeichnungen, die im museUm aufliegen, damit näher auseinandersetzen.

 

Nach zwei Weltkriegen und unzähligen Schiessanlässen hat sich viel Ausstellungsgut angesammelt. Kein Wunder, konnte Toni Zindel, ein eigentlicher Fachmann in Sachen Schiesswesen, anlässlich der Eröffnung am 27. Februar einen Fundus von Schätzen präsentieren und erklären, während Ernst Dörig den geschichtlichen Hintergrund der Jubiläumsausstellung darlegte.    

 

Steinhauer-Dynastie Ghenzi

Seit dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert war es bei den Steinmetzen üblich, dass ein Geselle nach der Lehrzeit auf die Walz ging. In diesem traditionellen Handwerk hat sich im Verlaufe der Jahrhunderte viel verändert. Die Faszination des Werkstoffes Stein aber ist geblieben.

 

Dieser Faszination erliegt die Steinhauer-Dynastie Ghenzi seit Generationen. Sie gehört mittlerweile denn auch zu einer der Bedeutendsten dieses Genres in der Ostschweiz. Im museUm Uznach sind die typischen Steinmetzwerkzeuge zu sehen. Auch Ernst Ghenzis künstlerischer Werdegang von Realistisch über Abstrakt bis hin zu Konkret Kubus wird angedeutet. Ghenzis Weg aber führt darüber hinaus. Mit der Verspiegelung tastet er sich in die Unendlichkeit des Kosmos vor. Und hier verbindet sich denn auch Bildhauer Ghenzi mit dem Bildhauer des Firmaments. Ein unscheinbares Sternbild im Südlichen Fisch. In ihm liegt der galaktische Südpol. Durch ihn geht die Drehachse unserer Milchstrasse.

Sonderausstellung Uznach einst und heute

Ueli Blöchliger zeigt Bildvergleiche von Uznach alte Ansichten und aktuelle Aufnahmen von selben Standort aus.

Bericht der Linth-Zeitung vom 6.2.06

sonderausstellung.pdf

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