Obergeschoss

Drei alte Uzner Vereine

Unter der aktiven Mitwirkung des Musikvereins Harmonie, des Turnvereins und dem Männerchor Uznach gestaltete das mit Aldo Kenel, Werner Hofstetter und Alois Beretta verstärkte Ausstellungsteam eine einzigartige und detailgetreue Ausstellung, welche seit dem 4. März 2012 besteht und immer noch viel beachtet ist.

Mit verschiedenen Events über das ganze Jahr verteilt, brachten sich die Vereine persönlich mit Darbietungen wie Musizieren, Singen und Turnen ein. An der Eröffnung und im Herbst spielte der Musikverein Harmonie für die Besucherinnen und Besucher in grosser Besetzung. Im Herbst bei noch sommerlich warmem Wetter unter der Laube sang der Männerchor vor der Kulisse des Museums moderne aber auch alt bekannte Lieder. Der Turnverein bot die Geräteturnerinnen auf, welche dann aber leider die einstudierten Turnübungen wegen schlechten Wetters und damit gefährlichen Bedingungen trotzdem nicht präsentieren konnten. Ein würdiger Abschluss des Museumsjahres 2012 gelang dem Turnverein und dem Sportler Interview von Werner Hofstetter mit Ringer und Olympiateilnehmer Peter Jutzeler.

Hintergrundinformationen zur Geschichte und zu den Personen der Vereine sind aus den jeweiligen Begleittexten zu entnehmen.

Klassenfotos 1908 - 1960

Ständerat Bruno Frick anlässlich der Eröffnung vor seiner Klassenfoto. Foto Ueli Blöchliger

Ab September 2009 war im museUm Uznach eine Sonderausstellung mit Klassenfotos der Jahrgänge 1908 bis 1960 zu sehen. Zusätzlich zu den ursprünglichen Klassenfotos wurde jeweils eine Person abgebildet, so wie sie heute aussieht und lebt. So fanden sich viele bekannte Gesichter auf den Fotos, die dem Betrachter noch wohl bekannt sind. Offensichtlich regten diese spontan viele Diskussionen bei den Besuchern an, denn so manch einer fragte sich zum Beispiel, 'ja was macht denn Hans jetzt'. Auch wenn die damalige Zeit und deren Zeitgeist nicht mehr allen so präsent ist, lösten die strammen Fotos und 'Kleidervorschriften' einiges Schmunzeln aus. So war unter ihnen auch Ständerat Bruno Frick in Sonntagkleidung zu finden. Anlässlich der Eröffnung berichtete er lebhaft aus seiner damaligen Schulzeit.

Sonderausstellung "100 Jahre Rickenbahn"

Anlässlich der Vernissage vom 5. September 2010.
Ausstellungsmacher Ernst Dörig im Gespräch.

Ab September 2010 zeigte das Museum die Sonderausstellung "100 Jahre Rickenbahn 1910 - 2010".

 

Diese Ausstellung war dem 100-jährigen Jubiläum der Rickenbahn und der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) gewidmet. Sie blendete zurück auf den Beginn des Eisenbahnzeitalters in der Schweiz und im Kanton St. Gallen. Dazu gehören, nebst dem Bau der 1859 eröffneten Eisenbahnlinie Rüti - Rapperswil - Uznach - Sargans bezw. Glarus, auch die Eröffnung der Toggenburgerbahn Ebnat - Wil 1870.

 

Am 1. Oktober 2010 waren es 100 Jahre her, seit die Rickenbahn und die Bodensee-Toggenburg-Bahn gemeinsam eingeweiht wurden. Die ersten Züge zwischen Romanshorn und Uznach fuhren am 3. Oktober 1910. Wer danach vom Linthgebiet nach St. Gallen fahren wollte, schaffte diese neu in 1.5 Stunden. Vorher benötigte man für die Reise in die Kantonshauptstadt über 6 Stunden. Ab 1859 fuhr man nämlich entweder über das neue Schienennetz der Vereinigten Schweizer Bahnen und der Nordostbahn via Rapperswil - Wallisellen - Winterthur oder über Sargans - Rorschach dorthin. Nach Inbetriebnahme der Toggenburgerbahn im Jahr 1870 bot sich zwar die Möglichkeit, mit der Postkutsche von Uznach nach Wattwil und von dort mit der Bahn via Wil nach St. Gallen zu fahren. Die Fahrzeit war aber nicht wesentlich kürzer, und es bestand keine Chance, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am gleichen Tag wieder nach Hause zu kommen.

 

Die Eröffnung der Rickenbahn und der BT vor 100 Jahren war für alle Gemeinden zwischen Bodensee und Linthgebiet ein Jahrhundert-Ereignis.

 

Ausgiebiger widmete sich die Ausstellung der Planung, dem Bau und der Inbetriebnahme der Rickenbahn und der BT und deren Umfeld sowie verschiedenen damit zusammenhängenden Ereignissen. Behandelt wurde auch das verheerende Rauchgasunglück im Rickentunnel vom 4. Oktober 1926 und die anschliessende Elektrifizierung der Rickenbahn.

Sonderaustellung 175 Jahre Schiesswesen Uznach

Toni Zindel, Mitinitiant anlässlich der Eröffnung vom 27. Februar 2008

Ab 27. Februar 2008 konnte während eines ganzen Jahres die Sonderausstellung zum Schiesswesen von Uznach bestaunt werden. Ausgestellt wurden die grössten Schätze aus Gewehr-, Pistolen- oder Armbrustschützenvereinen.

 

Aus Anlass des 175-jährigen Bestehens des Uznacher Schützenvereins - hervorgegangen aus dem älteren Militärschützenverein und dem Infanterieschützenverein - haben die Initianten Toni Zindel, Robert Schäppi, Ueli Bretscher und Ernst Dörig (Mitglied der Museumskommission) eine dem Schiesswesen gewidmete Sonderausstellung gestaltet.

 

Die Initianten haben eine grosse Zahl von Ausstellungsgegenständen aus Privat- und Vereinsbesitz sowie aus Beständen von Armeemuseen zusammengetragen und stellten diese, interessant dokumentiert, im museUm Uznach aus. Nebst Munitionen in den verschiedenen Entwicklungsstadien waren Ehrengaben in Form von Pokalen, Bechern, vollständigen Serien von Kranzabzeichen, Medaillen und Anerkennungskarten, alte Fotos und noch sehr viel anderes zu sehen. Selbstverständlich waren auch die während Jahrhunderten verwendeten Waffen, nämlich Armbruste, Gewehre und Pistolen, ausgestellt.   

 

Der erste Schiessbetrieb in Uznach ist protokollarisch im Jahr 1833 festgehalten. Im selben Jahr wurde auch der erste Uznacher Schützenverein gegründet. Geschossen haben die Gewehrschützen im Verlauf der Jahrhunderte in drei Schützenhäusern und auf mehr als einem Dutzend von Schiessplätzen im Freien. Auch die Pistolenschützen benützten in 100 Jahren verschiedene Schiessplätze, bis sie in einer festen Anlage heimisch wurden. Der Armbrustschützenverein schoss während seines 10-jährigen Bestehens  auf einer festen Anlage. Die von den Uznacher Schützenvereinen benützten Schiessplätze wurden in der Ausstellung ebenfalls dokumentiert.   

xeiro ag